Kuerung Wenger

Zum Aller-Allerscheenste der Kampagne 2018, wurde der Wagenbauer der Motiv-Wagen des Rosenmontagszuges, Dieter Wenger, ernannt.

 

Dieter Wenger ist das was man gemeinhin eine „Institution“ nennt. In den frühen 60-er Jahren baute er die ersten Wagen, nur knapp 10 Jahre, nachdem er zum ersten Mal einen Mainzer Rosenmontagszug gesehen und, wie er sagt, „bewundert“ hatte. Das war im Jahre 1953.

Das künstlerische Talent war ihm in die Wiege gelegt worden, das Rüstzeug, die Fähigkeiten und Fertigkeiten aber, die hatte ihm sein Opa vermittelt, ein Holzbildhauer in de Augustinerstrasse.

Diese seine Fähigkeiten und Fertigkeiten kamen zunächst einmal der Theaterwelt zugute. Er schuf dort Kulissen und Bühnenbilder, bis er wenig später eine Lehre begann. Als Dekorateur beim Kaufhof. Einige seiner Kollegen waren damals als Wagenbauer in der Fastnacht aktiv und man musste Dieter Wenger nicht lange bitten, um es ihnen gleich zu tun.

Unzählige Jahre führte Dieter Wenger eine Art „Doppelleben“. Hauptberuflich als Chefdekorateur im benannten Kaufhaus und nebenberuflich als Wagenbauer für den Mainzer Rosenmontagszug. Wobei der Begriff „Doppelleben“ eher untertrieben ist, berücksichtigt man die Tatsache, dass Dieter Wenger darüber hinaus sowohl diverse Narrhallas mit Bühnenbildern und Aktive mit Requisiten, als auch beispielsweise die Uni-Medizin mit einem Herz-Kreislauf-Modell oder das ZDF mit dem bekannten Bauwagen der Kinderserie „Peter Lustig“ ausgestattet hat.

Was mit einer intensiven und aufwändigen Freizeitaktivität begonnen hatte, nahm immer mehr ein Ausmaß an, das auch mit einem noch so grenzenlosen Enthusiasmus nicht mehr alleine zu bewältigen war. Dieter Wenger wurde Unternehmer und baute ein professionelles Team auf, das ihn fortan tatkräftig unterstützte. Nur auf den ersten Blick scheint der Firmenname „Inspiration“ lediglich als treffender Ausdruck für die künstlerische Kreativität das zu beschreiben, was die Kernkompetenz eines solchen Unternehmens ausmacht.

Das Jahr 2018 bedeutet für Dieter Wenger die 56. Kampagne als Wagenbauer. Den größten Teil davon in alleiniger Verantwortung für die Entstehung der Mainzer Rosenmontagswagen. Pro Kampagne sind es mittlerweile im Schnitt 15 Wagen und alles in allem sind es grob geschätzt 500 Wagen, die in über 50 Jahren von ihm oder unter seiner Leitung gebaut wurden. Etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter plus weitere Hilfskräfte sind in Spitzenzeiten mit dem Wagenbau beschäftigt.

Dieter Wengers Antwort auf die Frage nach seinem Hobby war: „Mein Hobby ist meine Frau.“ Und er bestärkte diesen Satz noch, indem er hinzu fügte: „Es geht nicht ohne meine Frau, sie hält mir den Rücken frei. Sie sorgt für den Ausgleich, wenn es mal wieder besonders hektisch zugeht und wenn es wieder einmal darum geht, etwas Ruhe auszustrahlen.“
(Laudatio-Auszüge von Helmut Schlösser)

 

Die Laudatio auf Dieter Wenger wurde von dem Aller-Allerscheenste 2017 Helmut Schlösser gehalten.

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